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Neue Botschaft auf der Freundschaftsbrücke

Kinder der Gemeinschaftsschule Kleinblittersdorf haben einen tollen Willkommensgruß auf die Freundschaftsbrücke gemalt. Von links: Johanna Kuntz, Florian Lück, Hamrin Haider, Malou Nagel und Lehrerin Wiebke Strauß.
Kinder der Gemeinschaftsschule Kleinblittersdorf haben einen tollen Willkommensgruß auf die Freundschaftsbrücke gemalt. Von links: Johanna Kuntz, Florian Lück, Hamrin Haider, Malou Nagel und Lehrerin Wiebke Strauß.

Kleinblittersdorf. Die Freundschaftsbrücke zwischen Klein- und Großblittersdorf trägt seit dieser Woche eine neue Botschaft. Mit den Worten „Bienvenue und Herzlich Willkommen“ werden Fußgänger und Radfahrer nun mitten auf dem Brückenbelag begrüßt. Gestaltet wurde der Schriftzug von Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen der Gemeinschaftsschule Kleinblittersdorf.

Die Idee zu dem Projekt entstand nach der umfassenden Sanierung der Brücke. Bereits vor rund zehn Jahren hatten Schülerinnen und Schüler eine ähnliche Gestaltung umgesetzt. „Nach der Erneuerung der Brücke wollten wir diese Tradition wieder aufleben lassen“, erläutert Lehrerin Wiebke Strauß, die das Vorhaben koordinierte. Die Bürgermeister von Klein- und Großblittersdorf unterstützten die Initiative von Beginn an.

Das Projekt selbst stand ganz im Zeichen der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Die Schablonen für Schriftzug und Flaggen wurden von einer französischen Künstlerin entworfen. Die praktische Umsetzung übernahmen zwölf Jugendliche der Gemeinschaftsschule, die in mehreren Gruppen und Schichten an insgesamt vier Tagen arbeiteten.

Das Ergebnis stößt auf positive Resonanz. Zahlreiche Passanten blieben während der Arbeiten stehen, lobten das Engagement der Jugendlichen und zeigten sich erfreut über die neue Gestaltung. Auch die Schülerinnen und Schüler selbst sind mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir können alle stolz auf das sein, was wir geschaffen haben“, sagt die Zehntklässlerin Johanna Kuntz.

Die Freundschaftsbrücke ist seit Jahrzehnten ein Symbol für das enge Miteinander beider Gemeinden. Täglich überqueren zahlreiche Menschen die Saar zwischen Deutschland und Frankreich. Während viele Französinnen und Franzosen zum Einkaufen oder zur Nutzung der Saarbahn nach Kleinblittersdorf kommen, zieht es zahlreiche Deutsche nach Großblittersdorf, etwa zum Besuch der örtlichen Geschäfte, Bäckereien oder Restaurants.

Dass die Grenze heute kaum noch wahrgenommen wird, ist für die junge Generation selbstverständlich. Noch bis 1994 wurden Reisende auf beiden Seiten der Brücke von Zollbeamten kontrolliert. Für die Schülerinnen und Schüler gehört diese Zeit längst der Vergangenheit an. „Auf beiden Seiten fühlt es sich wie zu Hause an“, beschreibt die Zehntklässlerin Malou Nagel das heutige Lebensgefühl in der Grenzregion.

Mit ihrem Projekt haben die Jugendlichen ein weiteres sichtbares Zeichen für die gelebte deutsch-französische Freundschaft gesetzt, die den Alltag in Klein- und Großblittersdorf seit vielen Jahren prägt.

Text und Foto: Heiko Lehmann

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2 Umsatzsteuerbefreit gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)